Eine lange Zeit waren meine Anker im Außen zu verorten.
Ich hatte das starke Bedürfnis, in meiner Erkenntnisarbeit dringend etwas zu brauchen das mich verankert, das mir Halt gibt. Und ich habe das auch oft so bezeichnet: „Das ist mein Anker”.
Aber stets waren es äußere Dinge, Informationen, Wissen, Lob oder Aussagen von einem Mentor oder anderen Menschen die ich als Autoritätspersonen ansah, welche mir diesen Halt gaben oder an denen ich mich festgehalten habe.
Erst durch eine schicksalhafte Wendung in meinem Leben fand ich zu einer völlig neuen Perspektive. Zu einer -für mich- ganz neuen Art, diesen Halt zu erleben: Kernroutinen.
Heute ist es das, was mich in meinem Innersten verankert und mir im Alltag Halt gibt: Regelmäßige Kernroutinen. Regelmäßige Check-Ins bei mir selbst. Sie ermöglichen mir, diesen Halt in mir zu finden und nicht mehr, in der Weise wie zuvor, an Äußerem festhalten zu müssen.
Das Wannenbad jeden Montagmorgen wenn die Kinder aus dem Haus sind, die tägliche Morgenroutine um den Tag in Stille und mit einer Tasse Tee zu begrüßen, Bewegungsroutine um meinen Körper sanft aufzuwecken und zu bewusst zu bewohnen. Der wöchentliche Besuch in der Sauna oder das Montags-Frühstück mit einer Freundin, das abendliche Vorlesen für mein Kind oder die regelmäßige Mahlzeit zum Mittag und die 10 Minuten Pause danach. Auch zwei, drei Mal die Woche mit meinem Partner unsere Serie gemeinsam zu schauen, das wöchentliche Date mit ihm, oder ein paar Stunden inne zu halten zu Beginn meiner Monatsblutung zählt für mich zu diesen Routinen.
Mein Innerstes, mein Nervensystem hat dadurch ganz klare Ausrichtung. Diese Anker bilden Fixpunkte in meinem Alltag, in meiner Woche, in meinem Monat. Dadurch mein Innerstes weiß, in welchen Abständen ca. diese Eregnisse wiederkehren kann ich mich daran halten, dass sie auch wirklich geschehen. Es ist ein Versprechen an mich selbst. Nicht die äußeren Umstande oder inneren Prozesse und Empfindungen geben den Rhytmus vor sondern ich – mein innerestes Wesen.
Das ist es was mir heute Halt gibt. Was mir unglaubliche Stabilität und maximale Flexibilität gibt. Diesen Halt finde ich heute in mir.
Und selbst wenn diese Dinge in Notfällen ausfallen müssen, oder sich im Lauf der Zeit und mit den Rhytmen des Jahres wandeln, gebe ich ihnen klare Priorität und verschiebe sie nicht einfach so und unbedacht – sondern bewusst und zeitnah. Um mir meine Anker nicht selbst zu nehmen bin ich immer bedachter darauf, ihnen den Stellenwert zu geben den sie verdienen. (Denn ich hab natürlich auch ausprobiert und erfahren, wie es sich anfühlt sie einfach wegzulassen😉).
Früher war ich ständig abhängig davon, dass im Umfeld bestimmte Dinge passieren und mein System war ständig auf der Suche danach, wann sie das nächste Mal geschehen. Mein Inneres war ständig auf der Suche nach diesem Halt und diesen Ankerpunkten. Heute kann ich meine äußeren Umstände anders wahrnehmen und den Dingen begegnen, denn ich bin nicht mehr ständig auf der Suche nach diesem Halt und dieser Sicherheit.
Diese Bohr-Haken halten, die Sicherheitspunkte kommen wieder, auch wenn es dazwischen turbulent zugeht und starke (emotionale) Wellen aufkommen. Darauf kann ich mich verlassen – denn ich gestalte und priorisiere sie selbst. Und das gibt meinem ganzen Leben eine vollkommen andere Ausrichtung und einen vollkommen anderen Boden.
Ich musste früher dadurch ganz viel auswendig lernen. Zum Beispiel für Vorträge oder in meiner Arbeit mit Menschen, hab ich mich immer wieder orientiert an Inhalten, die ich gelernt habe und verinnerlicht habe durch ständige Wiederholung. Heute kann ich mich immer besser einfach darauf verlassen, dass die Informationen, die ich brauche, oder das Wissen, das notwendig ist, fast immer aus meinem Innersten kommt und mir verfügbar ist, wenn ich es bereits einmal gelernt oder erfahren habe. Ich muss mich nicht mehr so stark auf meinen Verstand und meinen Intellekt konzentrieren und Dinge auswendig lernen. Ja, ich bin einfach viel stärker mit mit mir selbst in Verbindung, durch die Routinen und diese self-check-ins bei mir selber.
Ich denke, wir Menschen brauchen ganz notwendig ein stabiles Fundament. Das Gefühl, gehalten zu sein und eingebettet in etwas Größeres, das uns Sicherheit gibt. Ganz besonders, wenn wir an uns selber arbeiten und uns in die eigenen Tiefen bewegen, ist es unabdingbar uns immer wieder verorten zu können.
Die Frage ist, ob wir diese Sicherheiten und den Halt in äußeren Dingen finden und uns damit auch stark abhängig machen von Anderen. Oder ob wir uns ein Leben gestalten, das uns trägt und uns selbst einbetten in Strukturen, gemeinsame Rituale und Routinen, die uns diesen Halt in uns selbst finden lassen.
Eine lange Zeit waren meine Anker im Außen zu verorten.
Ich hatte das starke Bedürfnis, in meiner Erkenntnisarbeit dringend etwas zu brauchen das mich verankert, das mir Halt gibt. Und ich habe das auch oft so bezeichnet: „Das ist mein Anker”.
Aber stets waren es äußere Dinge, Informationen, Wissen, Lob oder Aussagen von einem Mentor oder anderen Menschen die ich als Autoritätspersonen ansah, welche mir diesen Halt gaben oder an denen ich mich festgehalten habe.
Erst durch eine schicksalhafte Wendung in meinem Leben fand ich zu einer völlig neuen Perspektive. Zu einer -für mich- ganz neuen Art, diesen Halt zu erleben: Kernroutinen.
Heute ist es das, was mich in meinem Innersten verankert und mir im Alltag Halt gibt: Regelmäßige Kernroutinen. Regelmäßige Check-Ins bei mir selbst. Sie ermöglichen mir, diesen Halt in mir zu finden und nicht mehr, in der Weise wie zuvor, an Äußerem festhalten zu müssen.
Das Wannenbad jeden Montagmorgen wenn die Kinder aus dem Haus sind, die tägliche Morgenroutine um den Tag in Stille und mit einer Tasse Tee zu begrüßen, Bewegungsroutine um meinen Körper sanft aufzuwecken und zu bewusst zu bewohnen. Der wöchentliche Besuch in der Sauna oder das Montags-Frühstück mit einer Freundin, das abendliche Vorlesen für mein Kind oder die regelmäßige Mahlzeit zum Mittag und die 10 Minuten Pause danach. Auch zwei, drei Mal die Woche mit meinem Partner unsere Serie gemeinsam zu schauen, das wöchentliche Date mit ihm, oder ein paar Stunden inne zu halten zu Beginn meiner Monatsblutung zählt für mich zu diesen Routinen.
Mein Innerstes, mein Nervensystem hat dadurch ganz klare Ausrichtung. Diese Anker bilden Fixpunkte in meinem Alltag, in meiner Woche, in meinem Monat. Dadurch mein Innerstes weiß, in welchen Abständen ca. diese Eregnisse wiederkehren kann ich mich daran halten, dass sie auch wirklich geschehen. Es ist ein Versprechen an mich selbst. Nicht die äußeren Umstande oder inneren Prozesse und Empfindungen geben den Rhytmus vor sondern ich – mein innerestes Wesen.
Das ist es was mir heute Halt gibt. Was mir unglaubliche Stabilität und maximale Flexibilität gibt. Diesen Halt finde ich heute in mir.
Und selbst wenn diese Dinge in Notfällen ausfallen müssen, oder sich im Lauf der Zeit und mit den Rhytmen des Jahres wandeln, gebe ich ihnen klare Priorität und verschiebe sie nicht einfach so und unbedacht – sondern bewusst und zeitnah. Um mir meine Anker nicht selbst zu nehmen bin ich immer bedachter darauf, ihnen den Stellenwert zu geben den sie verdienen. (Denn ich hab natürlich auch ausprobiert und erfahren, wie es sich anfühlt sie einfach wegzulassen😉).
Früher war ich ständig abhängig davon, dass im Umfeld bestimmte Dinge passieren und mein System war ständig auf der Suche danach, wann sie das nächste Mal geschehen. Mein Inneres war ständig auf der Suche nach diesem Halt und diesen Ankerpunkten. Heute kann ich meine äußeren Umstände anders wahrnehmen und den Dingen begegnen, denn ich bin nicht mehr ständig auf der Suche nach diesem Halt und dieser Sicherheit.
Diese Bohr-Haken halten, die Sicherheitspunkte kommen wieder, auch wenn es dazwischen turbulent zugeht und starke (emotionale) Wellen aufkommen. Darauf kann ich mich verlassen – denn ich gestalte und priorisiere sie selbst. Und das gibt meinem ganzen Leben eine vollkommen andere Ausrichtung und einen vollkommen anderen Boden.
Ich musste früher dadurch ganz viel auswendig lernen. Zum Beispiel für Vorträge oder in meiner Arbeit mit Menschen, hab ich mich immer wieder orientiert an Inhalten, die ich gelernt habe und verinnerlicht habe durch ständige Wiederholung. Heute kann ich mich immer besser einfach darauf verlassen, dass die Informationen, die ich brauche, oder das Wissen, das notwendig ist, fast immer aus meinem Innersten kommt und mir verfügbar ist, wenn ich es bereits einmal gelernt oder erfahren habe. Ich muss mich nicht mehr so stark auf meinen Verstand und meinen Intellekt konzentrieren und Dinge auswendig lernen. Ja, ich bin einfach viel stärker mit mit mir selbst in Verbindung, durch die Routinen und diese self-check-ins bei mir selber.
Ich denke, wir Menschen brauchen ganz notwendig ein stabiles Fundament. Das Gefühl, gehalten zu sein und eingebettet in etwas Größeres, das uns Sicherheit gibt. Ganz besonders, wenn wir an uns selber arbeiten und uns in die eigenen Tiefen bewegen, ist es unabdingbar uns immer wieder verorten zu können.
Die Frage ist, ob wir diese Sicherheiten und den Halt in äußeren Dingen finden und uns damit auch stark abhängig machen von Anderen. Oder ob wir uns ein Leben gestalten, das uns trägt und uns selbst einbetten in Strukturen, gemeinsame Rituale und Routinen, die uns diesen Halt in uns selbst finden lassen.
