Wir haben keine Zeit

Wir denken meist, gerade keine Zeit für eine Pause zu haben. Wir haben noch zu viel zu tun; Tausend Erledigungen, alles wichtige Dinge. Und wir denken, es käme von außen, dass wir es so eilig haben; das sei uns auferlegt. Weil ja wirklich so vieles noch zu erledigen ist.

Vergangenes Jahr kam ich in eine Situation, in der ich erkannte dass unsere Unfähigkeit, für Entschleunigung zu sorgen, ganz wo anders herrührt.

Ich legte von einem Tag auf den anderen alle meine beruflichen Verpflichtungen nieder, um eine Pause zu machen. Kurz darauf folgte ein heftiger Schub chronischer Gelenksschmerzen, welche ganz plötzlich so intensiv wurden und mich völlig lahmlegten. Wochenlang verbrachte ich den Großteil des Tages im Bett, da ich mich dort wärmen und so halbwegs schmerzfrei sein konnte.

Und ich entdeckte dabei etwas Wesentliches, über die Idee, keine Zeit zu haben.⌛️

Während ich so da lag, keine Verpflichtungen die auf mich warteten, außer mir zwischendurch das fertig zubereitete Essen schmecken zu lassen, überkam mich immer wieder eine heftige innere Unruhe. Ich hatte das mulmige Gefühl, schnell voran kommen zu müssen, mit meiner Heilung. Es fühlte sich an, als hätte ich noch etwas ganz Wichtiges zu tun. Ich fühlte, meine Übungen aus der Physiotherapie dauerten zu lange und ich wäre einfach nicht schnell genug.

Aber wozu? fragte ich mich immer wieder. Was war dieses Wichtige, das in mir so drängte, erledigt zu werden?

Ich fand nach wochenlanger Überprüfung: Nichts. Es gab nichts wirklich zu tun. Es war finanziell für mich gesorgt, es wurde für mich gekocht, ich konnte ruhen, lesen, schlafen und meditieren. Dennoch wich dieses mulmige Gefühl nicht.

Und ich erkannte, dass dieser Stress und dieses Unbehagen nichts anderes als eine tiefe, eingefleischte Gewohnheit in ins Menschen war. Der Ursprung liegt in mir, in meinen Gedanken.
Immer klarer fand ich diesen internalisierten Antreiber auch in Anderen. Die Innere Stimme, die uns ständig dazu anhält, schneller zu sein und ans Ziel kommen zu müssen, ist eine Gewohnheit, die wir alle stark geprägt haben.

••
Jede Gewohnheit entsteht aus einem Verhalten, dass wir lange und kontinuierlich wiederholt haben. Logisch, dass wir demnach Gewohnheiten ändern und neue prägen können.

Doch natürlich bedarf es einiger Werkzeuge und Methoden, und vorallem auch wichtige Voraussetzungen, um konstruktiv mit so starken und weitgehend unbewussten Gewohnheiten umzugehen.

Wir stehen in jedem Moment unseres Leben vor einer Wegkreuzung. Und immer, wenn wir es bemerken, können wir entscheiden: Gehe ich den Weg der Eile und des Unbehagens, oder lasse ich mir Zeit auf diesem Lebensweg.

Vergangenes Jahr kam ich in eine Situation, in der ich erkannte dass unsere Unfähigkeit, für Entschleunigung zu sorgen, ganz wo anders herrührt.

Ich legte von einem Tag auf den anderen alle meine beruflichen Verpflichtungen nieder, um eine Pause zu machen. Kurz darauf folgte ein heftiger Schub chronischer Gelenksschmerzen, welche ganz plötzlich so intensiv wurden und mich völlig lahmlegten. Wochenlang verbrachte ich den Großteil des Tages im Bett, da ich mich dort wärmen und so halbwegs schmerzfrei sein konnte.

Und ich entdeckte dabei etwas Wesentliches, über die Idee, keine Zeit zu haben.⌛️

Während ich so da lag, keine Verpflichtungen die auf mich warteten, außer mir zwischendurch das fertig zubereitete Essen schmecken zu lassen, überkam mich immer wieder eine heftige innere Unruhe. Ich hatte das mulmige Gefühl, schnell voran kommen zu müssen, mit meiner Heilung. Es fühlte sich an, als hätte ich noch etwas ganz Wichtiges zu tun. Ich fühlte, meine Übungen aus der Physiotherapie dauerten zu lange und ich wäre einfach nicht schnell genug.

Aber wozu? fragte ich mich immer wieder. Was war dieses Wichtige, das in mir so drängte, erledigt zu werden?

Ich fand nach wochenlanger Überprüfung: Nichts. Es gab nichts wirklich zu tun. Es war finanziell für mich gesorgt, es wurde für mich gekocht, ich konnte ruhen, lesen, schlafen und meditieren. Dennoch wich dieses mulmige Gefühl nicht.

Und ich erkannte, dass dieser Stress und dieses Unbehagen nichts anderes als eine tiefe, eingefleischte Gewohnheit in ins Menschen war. Der Ursprung liegt in mir, in meinen Gedanken.
Immer klarer fand ich diesen internalisierten Antreiber auch in Anderen. Die Innere Stimme, die uns ständig dazu anhält, schneller zu sein und ans Ziel kommen zu müssen, ist eine Gewohnheit, die wir alle stark geprägt haben.

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Jede Gewohnheit entsteht aus einem Verhalten, dass wir lange und kontinuierlich wiederholt haben. Logisch, dass wir demnach Gewohnheiten ändern und neue prägen können.

Doch natürlich bedarf es einiger Werkzeuge und Methoden, und vorallem auch wichtige Voraussetzungen, um konstruktiv mit so starken und weitgehend unbewussten Gewohnheiten umzugehen.

Wir stehen in jedem Moment unseres Leben vor einer Wegkreuzung. Und immer, wenn wir es bemerken, können wir entscheiden: Gehe ich den Weg der Eile und des Unbehagens, oder lasse ich mir Zeit auf diesem Lebensweg.

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