Mehr Druck = Mehr Scheitern

Oder: Warum Willenskraft für Veränderungen nicht helfen kann.

“Wenn du etwas wirklich willst, dann klappt es!” ist ein furchtbarer Ratschlag, und doch sind viele davon überzeugt. “Du musst dich halt mehr anstrengen” ist die nächste Stufe – auf der Gewinnertreppe für gut-gemeint-aber-trotzdem-schlecht.

Insgeheim verurteilen wir Menschen dafür, wenn sie es einfach nicht schaffen Dinge umzusetzen, von denen sie genau wissen, dass es ihnen gut tun würde. Rauchen aufzuhören, Bewegung an der frischen Luft oder einfach den Tag besser organisieren, wenn man immer gestresst ist. Und wenn wir genau hinsehen, gehen wir auch mit uns selber hart ins Gericht, wenn wir am Versuch eine Gewohnheit zu ändern, scheitern. Da sich niemand gerne als Versager fühlt, lassen wir das mit den Veränderungen, sehen das Gute an dem, wie es ist, und reden uns die schlechten Gewohnheiten ein bisschen schön – ein Kaffee am Tag wird schon wirklich nicht schaden. Und selbst wenn die Cholesterin-Werte schon an die Decke gehen, kein Fleisch zu essen wäre dann ja doch sehr radikal.

Aber ehrlich, warum sind wir überhaupt so überzeugt davon, dass wir mit Willenskraft und Druck Veränderung herbei führen können?
Egal ob wir uns selber zwingen, oder andere mit Lob, Tadel und guten Argumenten motivieren wollen – alles mündet in die gleiche Sackgasse: Gewohnheiten bleiben hartnäckig oder schleichen sich nach kurzen Erfolgssträhnen wieder ein.

Man könnte also meinen, wir seien tatsächlich zu faul oder wollen es halt nicht fest genug… Oder?

In meinem Leben hab ich nicht nur einmal versucht, mein Verhalten mit Druck, und immer noch mehr Druck, zu verändern. Ich wollte so sehr dass es gelingt, hab mich so sehr angestrengt und mich wirklich gezwungen, es anders zu machen. Und scheinbar kam ich dadurch teilweise sehr weit und gut voran. Letztlich hat allerdings mein Körper, mein ganzes System, unter dem Druck nachgegeben. Es ging nichts mehr. Und die alten Gewohnheiten, die ich so sehr verändern wollte, bekamen so große Macht, wie lange nicht mehr.

Die Konsequenz: Erstmal mit dem Status Quo Frieden schließen. Man hat ja alles, und eigentlich geht’s einem ja gut. Man kann wirklich dankbar sein. Und damit stabilisiert man sich in sein destruktives Verhalten oder ungesunde Umstände hinein und macht eben das Beste draus. Und beinahe vergisst man die Sehnsucht, die einmal im Herzen geschlagen hat…

Ausgiebig hab ich mich damit befasst, warum wir Menschen endloses Wissen zur Verfügung haben, aber so wenig davon umsetzen und anpacken. Warum wir an wirkliche Veränderung zum Guten hin schon gar nicht mehr glauben!

Und ich habe entdeckt, dass unsere Willenskraft einfach das vollkommen falsche Werkzeug ist, um Veränderungen herbeizuführen. Willenskraft und Druck können uns niemals zu einem Wandel führen! Im Gegenteil: Sie sabotieren den Versuch und führen mit Sicherheit zum Rückfall.

Warum das so ist und welche logischen Konsequenzen sich daraus ergeben, um Gewohnheiten grundlegend und dauerhaft ändern zu können, darüber spreche ich nächste Woche in einem online Vortrag.

Zusammen mit meiner langjährigen Kollegin und Freundin, Anita Kurzbauer, die sich in dieser Hinsicht stark mit der evolutionären Komponente von Veränderung befasst, führen wir euch in mehreren Themenabenden auf eine spannende und hoffnungsvolle Reise in die eigene Handlungskraft und die Auflösung der Blockaden, zwischen der Fülle an Wissen und der tatsächlichen Umsetzung im Alltag.

Denn Veränderung ist nur dann so schwer und unmöglich, wenn wir nicht wissen, WIE wir sie ganz konkret machen. ✌️

PS: Zum ersten Vortrag kannst du dich hier anmelden/buchen.

“Wenn du etwas wirklich willst, dann klappt es!” ist ein furchtbarer Ratschlag, und doch sind viele davon überzeugt. “Du musst dich halt mehr anstrengen” ist die nächste Stufe – auf der Gewinnertreppe für gut-gemeint-aber-trotzdem-schlecht.

Insgeheim verurteilen wir Menschen dafür, wenn sie es einfach nicht schaffen Dinge umzusetzen, von denen sie genau wissen, dass es ihnen gut tun würde. Rauchen aufzuhören, Bewegung an der frischen Luft oder einfach den Tag besser organisieren, wenn man immer gestresst ist. Und wenn wir genau hinsehen, gehen wir auch mit uns selber hart ins Gericht, wenn wir am Versuch eine Gewohnheit zu ändern, scheitern. Da sich niemand gerne als Versager fühlt, lassen wir das mit den Veränderungen, sehen das Gute an dem, wie es ist, und reden uns die schlechten Gewohnheiten ein bisschen schön – ein Kaffee am Tag wird schon wirklich nicht schaden. Und selbst wenn die Cholesterin-Werte schon an die Decke gehen, kein Fleisch zu essen wäre dann ja doch sehr radikal.

Aber ehrlich, warum sind wir überhaupt so überzeugt davon, dass wir mit Willenskraft und Druck Veränderung herbei führen können?
Egal ob wir uns selber zwingen, oder andere mit Lob, Tadel und guten Argumenten motivieren wollen – alles mündet in die gleiche Sackgasse: Gewohnheiten bleiben hartnäckig oder schleichen sich nach kurzen Erfolgssträhnen wieder ein.

Man könnte also meinen, wir seien tatsächlich zu faul oder wollen es halt nicht fest genug… Oder?

In meinem Leben hab ich nicht nur einmal versucht, mein Verhalten mit Druck, und immer noch mehr Druck, zu verändern. Ich wollte so sehr dass es gelingt, hab mich so sehr angestrengt und mich wirklich gezwungen, es anders zu machen. Und scheinbar kam ich dadurch teilweise sehr weit und gut voran. Letztlich hat allerdings mein Körper, mein ganzes System, unter dem Druck nachgegeben. Es ging nichts mehr. Und die alten Gewohnheiten, die ich so sehr verändern wollte, bekamen so große Macht, wie lange nicht mehr.

Die Konsequenz: Erstmal mit dem Status Quo Frieden schließen. Man hat ja alles, und eigentlich geht’s einem ja gut. Man kann wirklich dankbar sein. Und damit stabilisiert man sich in sein destruktives Verhalten oder ungesunde Umstände hinein und macht eben das Beste draus. Und beinahe vergisst man die Sehnsucht, die einmal im Herzen geschlagen hat…

Ausgiebig hab ich mich damit befasst, warum wir Menschen endloses Wissen zur Verfügung haben, aber so wenig davon umsetzen und anpacken. Warum wir an wirkliche Veränderung zum Guten hin schon gar nicht mehr glauben!

Und ich habe entdeckt, dass unsere Willenskraft einfach das vollkommen falsche Werkzeug ist, um Veränderungen herbeizuführen. Willenskraft und Druck können uns niemals zu einem Wandel führen! Im Gegenteil: Sie sabotieren den Versuch und führen mit Sicherheit zum Rückfall.

Warum das so ist und welche logischen Konsequenzen sich daraus ergeben, um Gewohnheiten grundlegend und dauerhaft ändern zu können, darüber spreche ich nächste Woche in einem online Vortrag.

Zusammen mit meiner langjährigen Kollegin und Freundin, Anita Kurzbauer, die sich in dieser Hinsicht stark mit der evolutionären Komponente von Veränderung befasst, führen wir euch in mehreren Themenabenden auf eine spannende und hoffnungsvolle Reise in die eigene Handlungskraft und die Auflösung der Blockaden, zwischen der Fülle an Wissen und der tatsächlichen Umsetzung im Alltag.

Denn Veränderung ist nur dann so schwer und unmöglich, wenn wir nicht wissen, WIE wir sie ganz konkret machen. ✌️

PS: Zum ersten Vortrag kannst du dich hier anmelden/buchen.

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