Ein schönes, goldgelbes Getreidefeld hatte ich mir vorgestellt, für unser Schnitterinnen Ritual. Oder eine vielfältige Kräuterwiese. In den letzten Tagen und Wochen haben die Bauern dann begonnen ihre Felder abzuernten. Ein deutliches Zeichen für diese Zeit, wenn sich mitten in der Fülle die Vergänglichkeit zeigt.
Ich hielt stets Ausschau: Wo würden wir Anfang August unser Ritual begehen können?
Nur noch eine letzte Wiese, mit saftigem Gras, stand gestern in unserer Umgebung. Neben den Maisfeldern, die noch ein Weilchen bis zu ihrer Ernte haben, aber sich für unser Ritual nicht so gut eigenen. Diese eine Wiese befindet sich direkt neben einer Straße, ich war noch unsicher ob es der richtige Platz für uns sein würde, aber zog sie schon in Erwägung.
Seit dem Herbst zünde ich jeden Morgen eine große, weiße Kerze während meiner Morgenmeditation. Ich hatte sie selbst verziert, mit goldenen Lettern und Symbolen, etwa um die Zeit unserer Trauung im September. Seit einigen Tagen sieht man ihr an, dass sie bald das letzte Mal entzunden werden würde und ein letztes Mal erlischt. Jeden Tag war ich gespannt, ob sie bis zum Ende der Meditation durchhalten würde. Als ich heute meine Augen öffnete und mich von meiner Matte erhob, war ihr Docht tief ins weiche Wachs gekippt und erloschen. Für immer erloschen. „Wie passend”, dachte ich, „gerade heute an Lughnasad, wo wir das Alte durchtrennen.“
Ich hielt einen Moment inne, saß in der Stille vor meiner erloschenen Kerze und war dankbar, für all die Stunden die sie ihr Licht spendete.
Da hörte ich einen Traktor laut knattern, direkt vor meinem Fenster. Ich ahnte was das bedeutet, stand auf, ging zum Fenster und sah zu wie der Bauer begann, den ersten Ernteschnitt auf dieser letzten saftigen Wiese zu setzen.
Anders, als ich mir das vorgestellt hatte.
Das war also nicht der Platz, der für unser Ritual heute Nachmittag vorgesehen war. Manchmal ist es nötig, Vorstellungen oder Ideen loszulassen und auch hier dürfen wir einen klaren Schnitt ziehen, um dem Alten nicht mehr nachzuhängen in Gedanken, sondern mit dem Neuen umzugehen.
Vielen Dank für die deutliche Antwort, liebes Leben. Wie gut, dass ich eine wundervolle Alternative für die Frauen heute vorbereitet habe weil sich die Wiese noch nicht so ganz nach dem passenden Ort angespürt hat und ich die Option offen lassen wollte. Wie fein, wenn wir uns erlauben, Fragen zu stellen und uns Zeit geben, in die Antworten hineinzuleben.
Ich wünsche euch allen ein magisches Erntefest.
Reflexions-Fragen für dich:
🌾 Ernten & Würdigen
Wofür bist du heute dankbar?
Welche Samen hast du gelegt, die nun Früchte tragen?
Wofür möchtest du dir heute Anerkennung schenken?
🍂 Loslassen
Was passt nicht mehr in dein Leben?
Was oder wer tut dir nicht mehr gut?
Was nimmt zu viel Raum in deinem Leben ein?
✂️ Den bewussten Schnitt setzen
Wo ist es notwendig, eine klare Grenze zu setzen?
Wo möchtest du heute einen bewussten Schnitt setzen, um das Alte vom Neuen zu trennen?
Wo braucht es diesen Schnitt, um weiter gehen zu können?
Ein schönes, goldgelbes Getreidefeld hatte ich mir vorgestellt, für unser Schnitterinnen Ritual. Oder eine vielfältige Kräuterwiese. In den letzten Tagen und Wochen haben die Bauern dann begonnen ihre Felder abzuernten. Ein deutliches Zeichen für diese Zeit, wenn sich mitten in der Fülle die Vergänglichkeit zeigt.
Ich hielt stets Ausschau: Wo würden wir Anfang August unser Ritual begehen können?
Nur noch eine letzte Wiese, mit saftigem Gras, stand gestern in unserer Umgebung. Neben den Maisfeldern, die noch ein Weilchen bis zu ihrer Ernte haben, aber sich für unser Ritual nicht so gut eigenen. Diese eine Wiese befindet sich direkt neben einer Straße, ich war noch unsicher ob es der richtige Platz für uns sein würde, aber zog sie schon in Erwägung.
Seit dem Herbst zünde ich jeden Morgen eine große, weiße Kerze während meiner Morgenmeditation. Ich hatte sie selbst verziert, mit goldenen Lettern und Symbolen, etwa um die Zeit unserer Trauung im September. Seit einigen Tagen sieht man ihr an, dass sie bald das letzte Mal entzunden werden würde und ein letztes Mal erlischt. Jeden Tag war ich gespannt, ob sie bis zum Ende der Meditation durchhalten würde. Als ich heute meine Augen öffnete und mich von meiner Matte erhob, war ihr Docht tief ins weiche Wachs gekippt und erloschen. Für immer erloschen. „Wie passend”, dachte ich, „gerade heute an Lughnasad, wo wir das Alte durchtrennen.“
Ich hielt einen Moment inne, saß in der Stille vor meiner erloschenen Kerze und war dankbar, für all die Stunden die sie ihr Licht spendete.
Da hörte ich einen Traktor laut knattern, direkt vor meinem Fenster. Ich ahnte was das bedeutet, stand auf, ging zum Fenster und sah zu wie der Bauer begann, den ersten Ernteschnitt auf dieser letzten saftigen Wiese zu setzen.
Anders, als ich mir das vorgestellt hatte.
Das war also nicht der Platz, der für unser Ritual heute Nachmittag vorgesehen war. Manchmal ist es nötig, Vorstellungen oder Ideen loszulassen und auch hier dürfen wir einen klaren Schnitt ziehen, um dem Alten nicht mehr nachzuhängen in Gedanken, sondern mit dem Neuen umzugehen.
Vielen Dank für die deutliche Antwort, liebes Leben. Wie gut, dass ich eine wundervolle Alternative für die Frauen heute vorbereitet habe weil sich die Wiese noch nicht so ganz nach dem passenden Ort angespürt hat und ich die Option offen lassen wollte. Wie fein, wenn wir uns erlauben, Fragen zu stellen und uns Zeit geben, in die Antworten hineinzuleben.
Ich wünsche euch allen ein magisches Erntefest.
Reflexions-Fragen für dich:
🌾 Ernten & Würdigen
Wofür bist du heute dankbar?
Welche Samen hast du gelegt, die nun Früchte tragen?
Wofür möchtest du dir heute Anerkennung schenken?
🍂 Loslassen
Was passt nicht mehr in dein Leben?
Was oder wer tut dir nicht mehr gut?
Was nimmt zu viel Raum in deinem Leben ein?
✂️ Den bewussten Schnitt setzen
Wo ist es notwendig, eine klare Grenze zu setzen?
Wo möchtest du heute einen bewussten Schnitt setzen, um das Alte vom Neuen zu trennen?
Wo braucht es diesen Schnitt, um weiter gehen zu können?
