Die tiefe Paradoxie unseres Daseins.

Freiheit wartet nicht am Ende des Menschseins, sondern entsteht mitten in seiner Unvollkommenheit - Meine Gedanken zu transzendenten Erfahrungen.

Getragen von der Erfahrung der Grenzenlosigkeit, des Eins-Sein mit allem, können wir auch in den Begrenzungen des materiellen Daseins Leichtigkeit und Freiheit erfahren.

Und die Erfahrung des Unendlichen wird ja überhaupt erst durch das Endliche möglich. Denn die Unendlichkeit bleibt immer ein abstraktes Konstrukt.
Das Endliche gibt uns erst die Leinwand, auf der wir Unbegrenztheit erfahren können. Unser Körper mit seinen Bedürfnissen, seiner Müdigkeit, seiner Verletzlichkeit und Vergänglichkeit begrenzt uns nicht nur — er ermöglicht uns überhaupt erst Erfahrung.

Es ist die tiefe Paradoxie unseres Daseins.

Nur solange wir die Grenzen oder Defizite unseres Körpers und unseres Geistes, oder die begrenzten Umstände und Voraussetzungen ablehnen und davon frei sein wollen, solange sind wir Gefangene dieser Begrenzungen.

Die Grenze wird zum Gefängnis, weil das eigene innere Leben ununterbrochen gegen sie arbeitet, weil wir sie als etwas betrachten, das „nicht sein dürfte“. Und dieser Kampf bindet uns an die Begrenzung und erzeugt oft mehr Enge, als die Begrenzung selbst.

Akzeptieren wir die Begrenztheit unseres irdischen Lebens, dann eröffnet sich überhaupt erst die Möglichkeit, diese Grenzen zu transzendieren.

Und dennoch;
Nicht jede Begrenzung ist so einfach anzunehmen.
Schmerz, Angst und Überforderung bleiben reale Erfahrungen. Und manche Grenzen brechen oder erschüttern Menschen zunächst einmal.

Doch wenn Begrenztheit als Teil des Menschseins vollständig durchlebt wird, kann sie uns radikal in den gegenwärtigen Moment zurückführen.

Begrenzung wird dann zum Tor.
Begrenzung wird durchlässig.

Aus Müdigkeit kann etwa Langsamkeit oder Präsenz entstehen.
Unsicherheit kann zu Offenheit werden.
Krankheit kann das Tor echter Selbstfürsorge oder Mitgefühl eröffnen.
Die Konfrontation mit Vergänglichkeit führt zu Dankbarkeit.
Verlust öffnet uns der Erfahrung von Tiefe oder lässt uns reifen.
Und Verletzlichkeit kann Verbindung ermöglichen.

Die Erfahrung von Einheit und Freiheit ist also nichts, das durch die bloße Abwesenheit von Begrenztheit entsteht. Freiheit entsteht nicht jenseits des Menschlichen; nicht jenseits der Begrenzungen die Teil des Menschseins sind.

Erst wenn wir menschlich genug bleiben, um unsere Begrenzungen wirklich zu fühlen, uns von ihnen berühren und verwandeln zu lassen, wird mitten im Menschsein ein tiefes Gefühl von Weite und Einheit erfahrbar.

Es begegnet uns eine völlig neue Form von Freiheit.

Nicht Freiheit von dem Menschlichen.
Freiheit im Menschlichen.

Denn was wäre ein Mensch ohne Begrenzung, ohne Ambivalenz, Verletzlichkeit und Unklarheit. Was wären wir ohne unserer Bedürftigkeit, Körperlichkeit und emotionalen Wellen.

Was wäre das Leben ohne seiner Endlichkeit.

Viele Wege gaukeln uns das höhere Ziel vor – offen oder subtil – das Ego oder das Endliche überwinden zu müssen. Fast so, als wäre das Menschsein selbst das Problem.

Doch in meiner Auffassung geht es beim Menschwerden nicht darum, bewusster, reiner oder besser zu werden. Sondern Durchlässiger, mit weniger Verhärtung gegen das Leben und in echter Teilnahme daran.

Es geht um eine Durchlässigkeit, die sich im Konkreten zeigt:
Wie jemand geht, zuhört, arbeitet und liebt.
Wie jemand Konflikte hält, Müdigkeit begegnet, trauert und präsent bleibt.

Der Mensch, der durchlässig wird für etwas Größeres.
Das Endliche, das durchlässig wird für das Unendliche.

Getragen von der Erfahrung der Grenzenlosigkeit, des Eins-Sein mit allem, können wir auch in den Begrenzungen des materiellen Daseins Leichtigkeit und Freiheit erfahren.

Und die Erfahrung des Unendlichen wird ja überhaupt erst durch das Endliche möglich. Denn die Unendlichkeit bleibt immer ein abstraktes Konstrukt.
Das Endliche gibt uns erst die Leinwand, auf der wir Unbegrenztheit erfahren können. Unser Körper mit seinen Bedürfnissen, seiner Müdigkeit, seiner Verletzlichkeit und Vergänglichkeit begrenzt uns nicht nur — er ermöglicht uns überhaupt erst Erfahrung.

Es ist die tiefe Paradoxie unseres Daseins.

Nur solange wir die Grenzen oder Defizite unseres Körpers und unseres Geistes, oder die begrenzten Umstände und Voraussetzungen ablehnen und davon frei sein wollen, solange sind wir Gefangene dieser Begrenzungen.

Die Grenze wird zum Gefängnis, weil das eigene innere Leben ununterbrochen gegen sie arbeitet, weil wir sie als etwas betrachten, das „nicht sein dürfte“. Und dieser Kampf bindet uns an die Begrenzung und erzeugt oft mehr Enge, als die Begrenzung selbst.

Akzeptieren wir die Begrenztheit unseres irdischen Lebens, dann eröffnet sich überhaupt erst die Möglichkeit, diese Grenzen zu transzendieren.

Und dennoch;
Nicht jede Begrenzung ist so einfach anzunehmen.
Schmerz, Angst und Überforderung bleiben reale Erfahrungen. Und manche Grenzen brechen oder erschüttern Menschen zunächst einmal.

Doch wenn Begrenztheit als Teil des Menschseins vollständig durchlebt wird, kann sie uns radikal in den gegenwärtigen Moment zurückführen.

Begrenzung wird dann zum Tor.
Begrenzung wird durchlässig.

Aus Müdigkeit kann etwa Langsamkeit oder Präsenz entstehen.
Unsicherheit kann zu Offenheit werden.
Krankheit kann das Tor echter Selbstfürsorge oder Mitgefühl eröffnen.
Die Konfrontation mit Vergänglichkeit führt zu Dankbarkeit.
Verlust öffnet uns der Erfahrung von Tiefe oder lässt uns reifen.
Und Verletzlichkeit kann Verbindung ermöglichen.

Die Erfahrung von Einheit und Freiheit ist also nichts, das durch die bloße Abwesenheit von Begrenztheit entsteht. Freiheit entsteht nicht jenseits des Menschlichen; nicht jenseits der Begrenzungen die Teil des Menschseins sind.

Erst wenn wir menschlich genug bleiben, um unsere Begrenzungen wirklich zu fühlen, uns von ihnen berühren und verwandeln zu lassen, wird mitten im Menschsein ein tiefes Gefühl von Weite und Einheit erfahrbar.

Es begegnet uns eine völlig neue Form von Freiheit.

Nicht Freiheit von dem Menschlichen.
Freiheit im Menschlichen.

Denn was wäre ein Mensch ohne Begrenzung, ohne Ambivalenz, Verletzlichkeit und Unklarheit. Was wären wir ohne unserer Bedürftigkeit, Körperlichkeit und emotionalen Wellen.

Was wäre das Leben ohne seiner Endlichkeit.

Viele Wege gaukeln uns das höhere Ziel vor – offen oder subtil – das Ego oder das Endliche überwinden zu müssen. Fast so, als wäre das Menschsein selbst das Problem.

Doch in meiner Auffassung geht es beim Menschwerden nicht darum, bewusster, reiner oder besser zu werden. Sondern Durchlässiger, mit weniger Verhärtung gegen das Leben und in echter Teilnahme daran.

Es geht um eine Durchlässigkeit, die sich im Konkreten zeigt:
Wie jemand geht, zuhört, arbeitet und liebt.
Wie jemand Konflikte hält, Müdigkeit begegnet, trauert und präsent bleibt.

Der Mensch, der durchlässig wird für etwas Größeres.
Das Endliche, das durchlässig wird für das Unendliche.

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